Möglichkeiten der Bauwasserableitung
Versickerung
Das entnommene Grundwasser wird über eine Sickeranlage (z. B. Geländemulde oder Sickerschacht) direkt wieder ins Grundwasser eingeleitet. Die Versickerung ist aus wasserwirtschaftlicher Sicht der Ableitung in ein Oberflächengewässer vorzuziehen.
Ableitung in ein Oberflächengewässer
Die kostengünstigste Lösung kann die Ableitung des Bauwassers in das nächstgelegene Gewässer darstellen, sofern ein aufnahmefähiger Vorfluter zur Verfügung steht.
Wasserdichte Baugrubenumschließung
Bestehend aus einer Spundwand, die schlagend oder vibrierend eingerammt oder hydraulisch eingepresst wird. Die Spundwände sind bis zu den grundwasserstauenden Schichten einzubringen.
Höhenfestsetzung des Gebäudes
Gestiegene Ansprüche an moderne und barrierefreie Bauwerke sowie hohe Grundstückspreise zwingen heutzutage zur optimalen Ausnutzung der Grundstücksfläche. Prüfen Sie die Möglichkeiten innerhalb des Bebauungsplanes das Bauwerk höher anzuordnen. Eine Anhebung des Gebäudes um 2 bis 3 Stufen kann bereits den Keller aus kritischen Grundwasserbereichen befreien.
Bauzeitliche Variante
Grundwasserstände unterliegen naturbedingten Schwankungen. In der Regel ist ab dem Spätsommer bis Winteranfang mit einem niedrigen Grundwasserniveau zu rechnen. Die Schwankungen zwischen dem niederschlagsreichen Frühjahr und einem trockenen Herbst können oftmals bis zu rund 1 Meter betragen. Weitere Informationen zu den Grundwasserständen finden Sie unter dem Navigationspunkt Grundwasserportal.
Bauen ohne Keller
Eventuell kann es auch langfristig gesehen wirtschaftlicher sein, das Gebäude ohne Keller auszustatten.
Ableitung in die öffentliche Kanalisation
Das geförderte Grundwasser kann im Ausnahmefall in den öffentlichen Kanal eingeleitet werden.