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Kommunaler Winterdienst im Ingolstädter Stadtgebiet

Flotte der Kommunalbetriebe startklar - erste Einsätze gefahren

Seit 20. November 2024 herrscht offizieller Winterdienstbetrieb bei den Ingolstädter Kommunalbetrieben: Knapp 100 beteiligte Mitarbeitende sind einberufen und stehen im Früh- und Spätdienst für Einsätze bereit. Die Winterdienst-Einsatzleitung beobachtete schon seit Mitte November nachts an kritischen Stellen die Straßensituation im Stadtgebiet. Schließlich alarmierte der diensthabende Einsatzleiter am 22.11.2024 um 2.15 Uhr die Rufbereitschaft für den ersten Volleinsatz. Am darauffolgenden Wochenende folgte ein weiterer Teileinsatz, um an Brücken und Gefahrenstellen die Bildung von Reifglätte zu vermeiden.

Die Ingolstädter Kommunalbetriebe sind für die kommende Wintersaison gut gerüstet. In ihren Hallen lagern circa 2.300 Tonnen Streusalz und gut 100 Kubikmeter Blähschiefer. Mit zwölf LKWs und acht Schmalspurfahrzeugen sichern sie im Auftrag der Stadt knapp 1.000 Räumkilometer Straßen und circa 275 Räumkilometer Radwege. Zusätzlich räumen und streuen bis zu 12 Straßentrupps per Hand über 2.000 Gefahrenstellen. Dazu gehören unter anderem Bushaltestellen, Brückenwege, Fußgängerüberwege und Kreuzungsbereiche.

Im differenzierten Winterdienst setzen die INKB auf das Prioritätenprinzip und behandeln vorrangig Hauptstraßen mit hoher Verkehrsbelastung, Busrouten und Gefahrenstellen. Alle weiteren Straßen bedienen sie, sofern die Witterung und freie Kapazitäten es zulassen. Zudem passen sie situationsbedingt die Ausbringung der verwendeten Streumaterialien in Menge und Art an. Ökologisch richtig setzen sie dabei verstärkt auf den präventiven Einsatz von salzsparender Sole. Beispielsweise wirkt bei Temperaturen um null Grad ein vorbeugender Einsatz von Sole der Entstehung überfrierender Nässe entgegen. Bereits seit einigen Jahren stellen die INKB bedarfsorientiert mit ihrer betriebseigenen Soleanlage reine Sole und Feuchtsalz selbst her. Das macht sie unabhängig von Lieferengpässen und sie sind jederzeit ressourcenschonend auf einsatzbereit.

Die INKB räumen und streuen von der Stadt ausgewiesene Fahrradstraßen und Radwege als Winterradrouten, die in Prioritäten eingeteilt sind: Radwege der Priorität 1 werden bis zu zwei Mal am Tag zu Hauptverkehrszeiten abgefahren. Erstmals bis 6.30 Uhr früh und nach Bedarf bis 16 Uhr. Im Anschluss fahren sie, je nach Witterung und freien Kapazitäten, die nachrangigen Radwege der Priorität 2 ab. Die Winterradrouten werden in Abstimmung mit der Stadt kontinuierlich angepasst.

Auch in diesem Jahr erinnern die Kommunalbetriebe wieder an die Räum- und Streupflichten der Anlieger. Werktags müssen an das Grundstück angrenzende Gehwege bzw. die Gehbahn erstmals bis 7.00 Uhr und an Sonn- und Feiertagen erstmals bis 8.00 Uhr gesichert werden. Je nach Witterung sind die Maßnahmen bis 20.00 Uhr so oft zu wiederholen, wie es für die Sicherheit notwendig ist. Zudem bitten die Kommunalbetriebe, keine Schneehaufen auf öffentlichen Flächen oder Straßen abzulagern.
Zum Streuen dürfen nur abstumpfende Mittel wie Splitt oder Sand verwendet werden. Der Einsatz von Streusalz ist aus Umweltschutzgründen und für das Tierwohl nicht erlaubt.

Zusätzliche Informationen sind unter: www.in-kb.de/winterdienst zu finden. Für weitere Fragen stehen die Kommunalbetriebe unter 0841/305-37 41 gerne zur Verfügung.