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Betriebswasser, Lepsinger Quellen
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Betriebswasser - Brauchwasser für Garten, Industrie und Spülung

Betriebswasser ist Wasser mit wechselnder Qualität und kann dort eingesetzt werden, wo Trinkwasserqualität nicht unbedingt erforderlich ist. Wir fördern im Sinne des Ressourcenschutzes den Einsatz von diesem Brauchwasser aktiv. Nachfolgend finden Sie Informationen zur Gartenbrunnenförderung, dem Modellprojekt Etting- Am Westerberg und der industriellen Versorgung mit Betriebswasser.

Betriebswasser - Definition

Unter dem Begriff Betriebswasser versteht man Wasser mit unterschiedlichen Güteeigenschaften für gewerbliche, industrielle, landwirtschaftliche oder ähnliche Zwecke. Betriebswasser kann auch die Eigenschaft von Trinkwasser haben (DIN 4046).

Typische Betriebswässer sind z.B. Regenwasser, Grundwasser aus oberflächennahen Grundwasserleitern oder Quellen.  Es kann dort zum Einsatz kommen, wo Trinkwasserqualität nicht erforderlich ist, z.B. beim Gartengießen, der Toilettenspülung, beim Wäschewaschen oder in der industriellen Nutzung.

Unser Ziel ist es, Betriebswasser wo es keine Trinkwasserqualität bedarf, einzusetzen und damit unsere wertvollen Tiefenwasserressourcen aus dem Karst zu schonen. 

Gartenbrunnen - Zuschuss zur dezentralen Betriebswassernutzung

Zur Schonung der wertvollen Trinkwasserressourcen hat die Stadt Ingolstadt ein Förderprogramm beschlossen. In diesem Rahmen fördern die Kommunalbetriebe durch Zuschüsse und Gebührenreduzierungen die Grundwassernutzung zum Zweck der Gartenbewässerung und für Zwecke ohne Trinkwasserbenutzungszwang (z.B. Toilettenspülung). Gefördert werden die Erschließung des oberflächennahen Grundwasserleiters durch Brunnen und der Bau daraus versorgter Anlagen zum Zweck der Betriebswasserversorgung von Haushalten und Betrieben im Stadtgebiet Ingolstadt. Weitere Informationen sowie eine Beispielrechnung zum Einsparpotential sind in den Richtlinien zum Förderprogramm festgelegt.

  • Bei  Nutzung eines Gartenbrunnens wird ein einmaliger Zuschuss von 50,00 EUR für den Brunnen gegeben.
  • Bei darüber hinaus gehender Nutzung (z. B. Toilettenspülung, betriebliche Nutzung) wird einmalig ein Betrag von 2,50 ¤ pro Kubikmeter für die jährlich eingesparte Menge an Trinkwasser vergütet.

Zur Beantragung der Förderung ist der ausgefüllte Antrag bis spätestens 4 Wochen nach Inbetriebnahme der Förderanlage bei den Kommunalbetrieben einzureichen.

Es ist zu beachten, dass durch das Schlagen und Bohren von Gartenbrunnen unterirdische Versorgungs-/Netzanschlussleitungen nicht beschädigt werden dürfen. Deshalb ist Einsicht in die Trassenpläne der Stadtwerke Ingolstadt zu nehmen.

Rechtliche Grundlagen
Nach § 46 Wasserhaushaltsgesetz ist das Entnehmen von Grundwasser aus den oberflächennahen Grundwasserleitern für die Gartenbewässerung und den eigenen Haushalt des Gewässerbenutzers genehmigungsfrei.

In Wasserschutzgebieten dürfen grundsätzlich keine Brunnen gebohrt werden. Ausnahmen sind nur dann möglich, wenn eine Gefahr für das in der Trinkwasserversorgung genutzte Karstgrundwasser ausgeschlossen werden kann. Innerhalb der Wasserschutzgebiete ist daher das Schlagen oder Bohren von Gartenbrunnen mit Angaben zur beabsichtigten Nutzung beim Umweltamt der Stadt Ingolstadt genehmigen zu lassen.

Boden- und Grundwasserverhältnisse
Informationen zu den jeweiligen geologischen Gegebenheiten finden Sie unter dem Navigationspunkt Grundwasser.

Grundwasserbeschaffenheit
Bei Nutzung des geförderten Grundwassers über das Gartengießen hinaus (z.B. Toilettenspülung, betriebliche Nutzung) kann zur Beurteilung der Grundwasserqualität eine Analyse auf die Wasserinhaltsstoffe und allgemeinen Parameter sinnvoll sein. Das Trinkwasserlabor berät Sie gerne.

Betriebswasser im Wohnungsbau - Modellgebiet Zentrale Betriebswasserversorgung

Nach einem Beschluss des letzten Jahres wurde ein Modellprojekt "Zentrale Betriebswasserversorgung" im Baugebiet Etting-Westerberg eingerichtet. Hier stellen die Kommunalbetriebe zentral das Betriebswasser für den Hausanschluss zur Verfügung.

Die Entnahme des Betriebswassers für das Baugebiet Etting-Westerberg erfolgt aus einer Quellfassung am Güßgraben und erfüllt die Anforderungen der EG-Richtlinie für Badegewässer. Das gesamte Betriebswasserversorgungssystem wurde im Rahmen des Modellprojektes finanziert und gebaut. Die Kosten für den Betriebswasseranschluss an die Hausinstallation und die doppelte Installationsführung werden von den Verbrauchern übernommen.Nähere Informationen sowie eine Wirtschaftlichkeitsberechnung finden Sie im Informationsblatt

Das Betriebswasser wird in den ersten fünf Jahren unentgeltlich abgegeben. Die Abwassergebühren richten sich in diesem Zeitraum nach dem tatsächlichen Trinkwasserverbrauch.
Nach Ablauf dieser Frist wird eine Betriebswassergebühr in Höhe von 50 % der jeweils geltenden Trinkwassergebühr erhoben. Die Grundgebühr des Betriebswasserzählers wird dann auf 50 % der Grundgebühr eines Trinkwasserzählers mit vergleichbarem Nenndurchfluss festgesetzt. Die Abwassergebühr wird nach Fristablauf ohne Zeitlimit ausgesetzt.

Betriebswasser in der industriellen Nutzung

Die Ingolstädter Wasserversorgung beliefert schon seit mehreren Jahren Industriekunden mit Wasser von hoher und gleichmäßiger Qualität aus den Klingenbach-Lepsinger Quellgebieten für Betriebszwecke. Von der gesamten abgegebenen Wassermenge ist ungefähr ein Zehntel Betriebswasser. Es ersetzt somit jedes Jahr ungefähr 1 Million Kubikmeter wertvolles Trinkwasser und schon damit nachhaltig unsere Ressourcen.

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Schaubild der Hausinstallation bei Nutzung von Betriebswasser z.B. für die Toilettenspülung.

Ansprechpartner

Hindemithstraße 30
D - 85057 Ingolstadt
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Telefon: 0841/305-35 03
Fax: 0841/305-3609
wasserversorgung@in-kb.de
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