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Grundwasserhöhen

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Mittlerer Grundwasserstand (MW)
Mittlerer höchster Grundwasserstand (MHGW)

Die Grundwasserhöhengleichenkarte von Ingolstadt 

Sieht man von der städtischen Trinkwasserversorgung ab, so ist für viele praktische Fragestellungen (Baugrund, Hochwasserschutz, Regenwasserversickerung) das Interesse fast ausschließlich auf den quartären Hauptgrundwasserleiter gerichtet.

Die Grundwasserkarten welche die Grundwasserstände in Form von Höhenschichtlinien und die Fließrichtungen bezogen auf einen mittleren - und mittleren höchsten Grundwasserstand darstellt, ist hierbei eine wichtige Planungsgrundlage.

Berechnungsgrundlage

Berechnungsgrundlage für die Grundwasserhöhenkarten sind jeweils Stichtagsmessungen des Amts für Stadtentwässerung von 1996 und 1999 an rd. 550 Grund- und Oberflächengewässern. Dargestellt werden die Grundwasserhöhenlinien in Meereshöhe (müNN). Weitere Informationen sind dem jeweiligen Kartenangebot (siehe oben) zu entnehmen.

Die Berechnungen der Grundwasserhöhen basieren auf der Anwendung eines EDV-gestützten Interpolationsverfahrens. Die Genauigkeit ist hierbei abhängig von der Messstellendichte und kann durch unterschiedliche Faktoren wie z. B. Grundwasserentnahmen oder den geologischen Bedingungen beeinflusst sein. Oberflächengewässer welche in hydraulischem Kontakt mit dem Grundwasserleiter sind, wurden bei der Erstellung der Grundwasserkarte berücksichtigt. Basierend auf dem aktuellen Datenbestand wurde unter Zuhilfenahme der numerischen Grundwassermodelle die Grundwasseroberfläche im Feb. 2014 grundlegend überarbeitet.

Anzumerken ist, dass vorwiegend im nördlichen Stadtbereich entlang der tertiären Höhenrücken und deren Übergänge in die Talniederungen, an den morphologischen Terrassenkanten der Hochterrasse sowie in den Bereichen wo gespannte Grundwasserverhältnisse vorherrschen, abweichende Wasserstände im Meter-Bereich nicht auszuschließen sind.

Kartenbeschreibung südlich der Donau

Das oberflächennahe Grundwasser des Quartärgrundwasserleiters wird in einem Großteil des Donauvorlandes vor allem durch die Wasserstandsveränderungen der Donau, ihrer begleitenden Entwässerungsgräben, der Stauhaltungen und der Sandrach beeinflusst. Da die Donau Hauptvorfluter für das Quartärgrundwasser ist, wird bei steigenden Wasserständen der Zutritt von Grundwasser in den Fluss (Exfiltration) verringert. Bei Hochwasser wird sogar der Grundwasserleiter aus den Gewässern gespeist (Infiltration).

Großräumig betrachtet ist der Grundwasserabstrom bei Mittelwasserverhältnissen in nordöstlicher Richtung auf den Hauptvorfluter Donau hin ausgerichtet. Im östlichen Stadtbereich (Auwaldsee) übernimmt der südliche Entwässerungsgraben der Donaustaustufe Vohburg die Vorflut. Das durchschnittliche hydraulische Gefälle des Grundwassers mit ca. 0,5 bis 1% ist hierbei sehr gering.

Geringfügige Änderungen der Fließrichtungen in vorwiegend östliche Richtungen ergeben sich lediglich dort, wo die Sandrach als Vorfluter in hydraulischer Verbindung mit dem Grundwasser steht oder wo z. B die Regulierungsmaßnahmen der Staustufen (z. B. Gewerbegebiet Südost) das Grundwasser beeinflussen. Lokale Störungen der Strömungsverhältnisse werden weiterhin durch tiefgründige Bauwerke wie etwa die Schlitzwandumschließung des Monikaviertels hervorgerufen.

Da die Wasserführung der Donau und der Sandrach den Grundwasserspiegel im Süden der Stadt stark beeinflusst, müssen in diesen Bereichen im Falle von Bauvorhaben die möglichen Schwankungen (siehe Karte) des Grundwasserspiegels verstärkt berücksichtigt werden.

Kartenbeschreibung nördlich der Donau

Nördlich der Donau beeinflussen im Gegensatz zum Süden verstärkt morphologische Elemente wie Terrassenkanten und Taleinschnitte mit ihren unterschiedlichen geologischen Ausprägungen nicht nur die Grundwasserfließrichtung sondern auch das Gefälle.

Besonders entlang des südlichen Randbereiches der Riss–Hochterrasse wie in der Altstadt (siehe Abb. Geologischer Längsschnitt) bei Gerolfing sowie zwischen Goethestraße und Regensburger Straße kann das Gefälle bis zu 10% in südliche Richtungen betragen. Örtlich kann es auch, bedingt durch eine Aufwölbung der Tertiäroberfläche (siehe Kartenviewer) und der damit verbundenen geringen Grundwassermächtigkeit (siehe Kartenviewer), zu einer Veränderung der Grundwasserfließrichtung und des Grundwassergefälles, wie z. B. im nordöstlichen Stadtbezirk/Friedrich-Ebert-Straße oder Gaimersheimer Straße/Güterverkehrszentrum, kommen.

Im Allgemeinem strömt das Grundwasser mit Ausnahme des Donauvorlandes (Schafirrsee – Baggersee) aus nördlichen bis nordwestlichen Richtungen der Donau zu.

Eine genaue Erfassung der Grundwassersituation in den tertiären Schichten insbesondere westlich Dünzlau und nördlich des Augrabens ist derzeit nicht möglich. Dies hängt einerseits mit der vorhandenen geringen Datendichte (Pegel und Aufschlussbohrungen) zusammen, andererseits sind die sehr komplex zusammengesetzten Schichten aus einer Wechsellagerung von Sand, Ton und Mergel dafür verantwortlich. Generell kann man davon ausgehen, dass dort wo das Quartär (Hauptgrundwasserstockwerk) gegen die sich heraushebenden Tertiärrücke stößt, der Grundwasserspiegel – vorausgesetzt es sind wasserführende Sande vorhanden – in Folge der geringen Durchlässigkeit ansteigt und sich das Gefälle versteilt.

Nach den vorliegenden Beobachtungen kann in einigen Bereichen auch gespanntes Grundwasser auftreten.

Aufgrund der komplizierten geologischen Verhältnisse im nördlichsten Stadtbereich und der möglicherweise zu erwartenden Fehleinschätzung, wurde daher auf eine Darstellung der Grundwasserhöhen verzichtet.

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Grundwasserhöhen-Symbol

Ansprechpartner

Wasserwirtschaft und Gewässerschutz
Hindemithstraße 30
D - 85057 Ingolstadt
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Telefon: 0841/305- 3621
Fax: 0841/305- 3609
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