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Trinkwasserbehälter Im Wasserwerk
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Verwaltungsrat der Kommunalbetriebe erarbeitet Maßnahmen

Der Verwaltungsrat der Kommunalbetriebe tagte am Dienstag, den 15. Oktober in einer Klausur zum Thema Ingolstädter Trinkwasserschutz und Betriebs­wasser im Wasserwerk im Gerolfinger Eichenwald. Dabei erarbeiteten sie verschiedene Maßnahmen, welche in die nächste Verwaltungsratssitzung am 26. November zu Beschluss gebracht werden sollen. Wesentliche Punkte sind dabei der Einsatz von Betriebswasser und der nachhaltige Umgang jedes Einzelnen mit Trinkwasser.

„Der Schutz des Trinkwassers ist eine der zentralen Aufgaben für jetzt und in der Zukunft. Daher haben wir dieses Thema auf unsere Agenda gesetzt, um hier die Weichen stellen können“, so Bürgermeister Albert Wittmann, Verwaltungsratsvorsitzender. Übergeordnetes Ziel des Verwaltungsrates ist es, die wertvollen Tiefenkarstwasserressourcen in Ingolstadt langfristig und nachhaltig zu schonen.

Der Einsatz von Betriebswasser dort, wo Trinkwasserqualität nicht unbedingt erforderlich ist, ist dabei ein zentrales Element. Dies kann unter anderem in der Industrie, beim Garten gießen oder für die Toilettenspülung sein. Hierfür gibt es in Ingolstadt bereits seit 2001 ein Förderprogramm und finanzielle Unterstützung. Als eine der Maßnahmen möchte der Verwaltungsrat eine Erhöhung der jeweiligen Fördersumme zur Diskussion stellen.

Weiterhin strebt der Verwaltungsrat an, dass bei jeder Baumaßnahme, sei es Modernisierung, Neubau oder ein komplettes neues Baugebiet, individuell geprüft wird, über welches System Betriebswasser genutzt werden könnte. Die Bereitstellung des Betriebswassers ist zum Beispiel über einen eigenen Gartenbrunnen, eine Regenwasserzisterne oder auch über ein zentrales Betriebswassersystem vom Wasserversorger mit eigener Hausinstallation möglich. So eine Prüfung wurde bereits bei der Ausweisung des Baugebietes Etting-Steinbuckel durchgeführt. „Als Gründungsmitglied der Trinkwasser­schutzkommission und damit einer der Initiatoren der zentralen Betriebswas­serversorgung freut es mich besonders, dass wir mit Etting-Steinbuckel ein zweites Wohngebiet in Ingolstadt zentral mit Betriebswasser versorgen können“, so Bürgermeister Wittmann. Neu ist hier, dass es die Pflicht zum Anschluss an das Betriebswassernetz geben soll. Der Verwaltungsrat möchte dies zukünftig für alle neuen möglichen zentralen Betriebswassersysteme zwingend vorschreiben.

Ein weiteres Maßnahmenfeld ist der Umgang mit dem Trinkwasser. „Wenn jeder Ingolstädter nachhaltig und bewusst mit unser aller Trinkwasser umgeht, können wir hier wesentlich unsere Ressourcen schonen“, so Dr. Thomas Schwaiger, Vorstand der Kommunalbetriebe. Daher schlägt der Verwaltungsrat in seiner Klausur vor, durch intensive Öffentlichkeitsarbeit die Bevölkerung zu informieren und im Speziellen durch Bauberatung über Alternativen zum Trink­wassereinsatz wie zum Beispiel mit Regenwassernutzungssystemen oder Gartenbrunnen aufzuklären. Die einzelnen Maßnahmen werden nun im Detail erarbeitet und in den nächsten Sitzungen des Verwaltungsrates diskutiert.